Konflikte gehören zu unserem Alltag.
                                Es kommt nur darauf an, wie wir damit umgehen.

"Man löst keine Probleme, indem man sie aufs Eis legt." - Winston Churchill


Ablauf einer Mediation

Es gibt keine starre Struktur bei einer Wirtschaftsmediation - sie ist ein flexibles und selbstbestimmtes Verfahren, dennoch lassen sich 5 Phasen im Groben festlegen:

1. Einleitung - Mediator Opening Statement

  • Vereinbarung über den Zeitrahmen, die Kommunikationsregeln und die Kosten.
  • Auftragsklärung, d.h. das Ziel des Vermittlungsgesprächs wird verdeutlicht
  • Erläuterung des Mediationsverfahrens

2. Standpunkte / Positionen

  • Konfliktparteien stellen nacheinander ihre Sichtweisen zum Konflikt und der gegenwärtigen Situation vor.
  • Konfliktdarstellungen werden vom Mediator zusammengefasst
  • Gemeinsame Erarbeitung einer Agenda, d.h. die Themenbereiche, die besprochen werden sollen, werden aufgelistet und in eine Reihenfolge gebracht.

3. Konfliktbearbeitung und Exploration

  • Konflikterhellung: die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Parteien werden thematisiert, dabei findet ein vertiefter Austausch von Informationen und Sichtweisen statt.
  • Entwicklung und Exploration von Optionen: die Konfliktparteien erarbeiten für sie denkbare Lösungsoptionen

4. Verhandlung und Lösungserarbeitung

  • Optionen und Lösungsvorschläge werden gemeinsam bewertet und zu einem Lösungspaket weiter entwickelt
  • Eintritt in Verhandlungen - Das Ziel: Eine win-win-Lösung für alle Parteien.

5. Vereinbarung und Abschluss

  • Nach der Einigung auf eine einvernehmliche Lösung wird diese durch den Mediator protokolliert. Soll eine vertragliche Regelung getroffen werden, so beraten die Parteien diese Einigung mit ihren Anwälten. Die Vereinbarung wird dann von einem Rechtsanwalt formuliert, schriftlich fixiert und notariell beurkundet. Die Abschlussvereinbarung kann, hinsichtlich der Durchsetzbarkeit (Vollstreckbarkeit) die gleiche Sicherheit bieten, wie ein gerichtliches Urteil. Sollte die Mediation zu keiner Einigung führen, kann ein gerichtliches oder schiedsgerichtliches Verfahren trotzdem noch nachgeschaltet werden.